Manchmal fängt das Abenteuer schon am Schreibtisch an – allerdings ganz anders, als man es sich erhofft hat. Eigentlich sollte es eine unvergessliche Reise werden: Gestartet in Weilheim, über das sonnige Italien bis nach Bari, rüber nach Korfu und dann weiter über die malerischen Küsten von Albanien und Montenegro zurück. Die Route stand, die Unterkünfte alle gebucht, Stunden an Vorbereitung und Planung, die Vorfreude war riesig, und wir hatten bereits alles bis ins Detail gebucht.
Doch dann kam der absolute Tiefschlag – beim Allroundcheck von Nala beim Tierarzt wollten wir einen Titerwert messen lassen, um damit in die Nicht-EU-Länder bzw. von dort zurück einzureisen.
Wir dachten, wir wären bestens vorbereitet, doch unsere Tierärztin holte uns gnadenlos auf den Boden der Tatsachen zurück: Ein einfacher Tollwut-Antikörper-Titer reicht für die Ein- und Rückreise aus Nicht-EU-Ländern wie Albanien und Montenegro schlichtweg nicht aus, wenn bestimmte bürokratische Fristen oder Vorgaben nicht exakt greifen. Und die bittere Realität, die uns den Boden unter den Füßen weggezogen hat: Drei Monate vorher muss der Titer bestimmt sein. Die Wiedereinreise in die EU könnte schwierig werden. Das schlimmste wäre Quarantäne. Für unsere Seniorin wäre das pure Hölle.
Plötzlich stand man da vor dem Laptop, starrte auf die Warnhinweise zum EU- und Nicht-EU-Grenzgebiet und fühlte sich einfach nur noch verzweifelt und machtlos. Italien? Kein Problem, EU. Aber die geplante Balkan-Route? Ein unüberwindbares Hindernis.
Also hieß es: Mitten in der Planung die Reißleine ziehen, Booking.com-Tabs schließen und die Route komplett umschmeißen, stornieren und nochmal neu anfangen. Statt entspanntem Roadtrip über die Balkan-Grenzen war radikale Umplanung angesagt, um Nala und uns zu schützen.
Sicher gehen einige das Risiko ein oder wissen es gar nicht. Aber wir wollten es nicht riskieren.
Es ist zum Verzweifeln: Da bereitet man sich wochenlang vor, und am Ende scheitert der Traum an Paragraphen. Aber für unseren 14-jährigen Begleiter nehmen wir natürlich jede Umplanung in Kauf – auch wenn der Frust über diesen bürokratischen Hürdenlauf tief sitzt.
3 Tage hat Michi vor dem PC verbracht um alles umzubuchen und neu zu strukturieren.
Da wir eine Buchung bei Plitvicer Seen, Zagreb und in Preitenegg in Österreich nicht absagen wollten haben wir entschieden, an der italienischen Ostküste nicht nur runter, sondern auch wieder hoch zu fahren und dann nach Kroatien abzubiegen. Dieser Fehler passiert uns sicher nicht nochmal.

Für euch hängen wir die Informationsseite vom Amt hier mit an. Hier findet ihr das Merkblatt aus Baden Würtemberg „Anforderungen für die Einreise mit Heimtieren (Hund/Katze/Frettchen) aus Drittländern1) im Reiseverkehr nach Deutschland„. Hier die Kopie aus Oktober 2026, die uns geholfen hat.

