Die Beschilderung am Hafen war etwas unklar, doch das Einchecken ging erfreulich schnell, gefolgt von einer engen Fahrt voller Kurven tief in den Bauch des Schiffes. Als allererstes Fahrzeug, das auf die Fähre Richtung Igoumenitsa rollte, bekamen wir mit Pievchen den perfekten Platz in der hintersten Ecke auf dem untersten Deck zugewiesen. Der kleine Haken an der Sache: Wer als Erster ganz hinten parkt, fährt beim Verlassen des Schiffes bekanntlich als Letzter wieder von Bord.
Wer schon einmal mit einer großen Autofähre gereist ist, kennt die typischen engen, steilen Metalltreppen. Für unsere Hundeseniorin Nala sind solche Stufen schlichtweg unüberwindbar. Also hieß es für Andy: Rucksack schultern, den 32 kg Labrador auf den Arm und ab durch die verwinkelten Gänge nach oben. Ein echter Kraftakt, der Nala verständlicherweise überhaupt nicht behagte. Zwar entdeckten wir später noch einen Aufzug, doch der nützt wenig, da er während des Anlegens und der Fahrt für Passagiere gesperrt bleibt.
Oben in unserer Kabine angekommen, stellte sich dafür schnell große Erleichterung ein. Nala durfte mit einer mitgebrachten Schutzdecke doch mit aufs Bett hüpfen, sodass wir Luftmatratze und Schlafsack völlig umsonst nach oben geschleppt hatten. Auch die schweren Rucksäcke lassen wir bei der nächsten Überfahrt einfach im Auto, denn jede Reise lehrt uns wieder etwas Neues. Wir haben unser Gepäck zwar schon drastisch reduziert und vorausschauend gepackt, aber mit einer älteren Hundedame gibt es eben immer noch Details zu optimieren. In der Kabine hat sich Nala dann aber rasch pudelwohl gefühlt und sich erst einmal genüsslich ihre Leckerlis schmecken lassen.
Wir haben alle wunderbar geschlafen, wurden am nächsten Morgen allerdings viel früher als gedacht geweckt, da wir bereits angekommen waren und die Kabine zügig räumen mussten. Beim Verlassen der Fähre teilten wir uns auf: Michi ging mit einem Teil des Gepäcks allein hinab aufs Autodeck, um Pievchen fahrbereit zu machen. Andy durfte den Aufzug erneut nicht nutzen und musste Nala wieder weite Strecken tragen, wobei sie einige Treppenabschnitte auch selbst bewältigen musste.
Unten im griechischen Igoumenitsa angekommen, gab es für uns alle erst einmal ein wohlverdientes Frühstück und eine entspannte Pause auf festem Boden. Direkt am Hafen holten wir die Tickets für die letzte kurze Überfahrt nach Korfu und erwischten glücklicherweise gleich die nächste Fähre. Hier möchten wir jedem Reisenden auf dieser Route das Cafe „The Oven In The Port – Ο Φούρνος Στο Λιμάνι“ ans Herz legen. Die Pizza war angenehm lauwarm und lecker, der Kaffee stark und nicht bitter, sowie die Auswahl and Gepäck schier unendlich!
Wie unsere ersten Meter auf der Trauminsel Korfu an Tag 10 aussahen und wie es weiterging, erfahrt ihr im nächsten Artikel. Gestern gab es drei Artikel, also schaut nach, ob ihr Tag 8 schon gelesen habt.
















Mehr Tipps zum Thema Hundesenior auf Fähre werden wir noch extra zusammenfassen.

