Drei Wochen sind wir nun schon auf unserer Reise unterwegs, und heute hat für uns ein ganz besonderes Kapitel begonnen: die nördlichste Etappe unseres Roadtrips!
Gewärmt und geweckt wurden wir heute Morgen von einem absolut atemberaubenden Sonnenaufgang. Gestärkt ging es anschließend direkt auf eine unserer bisher längsten Tagesstrecken. Je weiter wir nach Norden vimdelten, desto rauer, wilder und schöner wurde die schottische Landschaft. Wettertechnisch war heute mal wieder alles im Angebot, was der Norden zu bieten hat: Erst strahlender Sonnenschein, dann kräftiger Regen und dazwischen dicker, mystischer Nebel.
Zwischendurch haben wir natürlich für das leibliche Wohl gesorgt und uns den restlichen Kuchen vom Vortag schmecken lassen, den wir uns im Fintry Inn eingepackt hatten.
Eigentlich stand ein Zwischenstopp in der von Gemini empfohlenen Stadt Luss auf dem Plan – doch vor Ort war es uns dann schlichtweg zu touristisch. Nach einem schnellen Kaffee und zwei Hotdogs sahen wir also zu, dass wir Pievchen wieder auf die Straße bekamen und weiterfuhren.
Dafür wurden wir auf dem Weg mit zwei echten Natur-Highlights belohnt: Zuerst legten wir einen Stopp bei den Falls of Falloch ein. Dank des vorherigen Regens führte der Wasserfall unglaublich viel Wasser – ein absolut wunderschöner Anblick und jeden Cent beziehungsweise Stopp wert, auch wenn der Parkplatz dementsprechend gut gefüllt war.
Kurz darauf, im dichten Nebel, erreichten wir den nächsten vollen Parkplatz und warfen einen Blick auf die Three Sisters / Die Schwestern im wunderschönen Glencoe. Das Wetter war hier allerdings so ungemütlich und schroff, dass wir nach einem kurzen Eindruck direkt weitergefahren sind.
Die verschiedenen Seen, die hier alle Loch heißen, sind auf diesem Weg die perfekte, treue Begleitung. Es gibt einfach immer etwas zu gucken, dichte Wälder, weite Täler, glückliche Schafe und dieses ganz besondere Lichtspiel aus Sonne, Regen und Nebel, das die gesamte Landschaft in wechselnde Farben taucht.
Nach dieser langen Fahrt sind wir schließlich heil an unserem heutigen Campingplatz angekommen – und haben sofort am eigenen Leib gelernt, warum hier alle so eindringlich vor den Midges (diesen winzigen, heimtückischen Mücken) warnen. Die kleinen Plagegeister sind wirklich extrem unangenehm! Zum glücklichen Abschluss des Tages gab es dafür endlich mal wieder etwas Richtiges zu esse. Nudeln mit frischem Gemüse. Nach all den Restaurantbesuchen tat das Selberkochen richtig gut.












