UK 2026 Tag 12 Lands End, Michaels Mount und der South Path

UK 2026 Tag 12 Lands End, Michaels Mount und der South Path

Manche Tage laufen nicht ganz nach Plan, werden dafür aber auf ihre ganz eigene Art perfekt.

Unser Tag startete am St. Michael’s Mount. Beziehungsweise mit dem Blick darauf. Wir hatten nämlich prompt die Flut erwischt, sodass der gepflasterte Damm komplett unter Wasser stand und an ein Hinüberspazieren nicht zu denken war. Schlimm war das allerdings keine Sekunde. Wir haben uns stattdessen einfach die Zeit am Strand vertrieben, den Sand unter den Füßen genossen und das beste Treffen des Tages gehabt. Eine ältere Dame mit ihrem gemütlichen, zehnjährigen Golden Retriever schloss sich uns an. Die beiden waren ein herrlich eingespieltes Team, und während Nala und der Goldi entspannt durch die Wellen trotteten, versorgte sie uns mit jeder Menge lokaler Tipps und Geschichten aus der Gegend. Genau solche ungeplanten Begegnungen machen das Reisen schließlich aus, oder wusstet ihr, dass im Mittelalter Ortsnamen wie Chester auf römische Ursprünge zurückgehen und dass nach der normannischen Eroberung 1066 unter Wilhelm dem Eroberer fast alle großen englischen Kathedralen im selben normannischen Baustil neu errichtet wurden und deshalb bis heute architektonische Ähnlichkeiten wie in Rochester oder Winchester teilen?

Danach ging es weiter zum berühmten Minack Theatre. Auch hier meinte das Schicksal es erst einmal eigensinnig: Die Eintrittskarten waren restlos ausverkauft, also kein Blick von den steilen Klippenrängen hinab auf die Bühne. Dafür bot sich direkt vor Ort die Gelegenheit, ein Stück auf dem South West Coast Path zu wandern – ganz in der Nähe jener Route, die Raynor Winn in Der Salzpfad so eindringlich beschrieben hat. Mit dem rauen Wind um die Nase und der Brandung tief unten im Blick verstand man sofort, was diesen Küstenweg so besonders macht.

Auf der Strecke lag noch „Merry Maidens Stone Circle“ den wir uns unbedingt anschauen wollten. Viel kleiner als Stonehenge, aber hat uns beide dann mehr bewegt, da wir diesen Ort für uns alleine hatten.

Ein kurzer Abstecher nach Land’s End durfte natürlich nicht fehlen, um einmal ganz am westlichen Rand der Klippen zu stehen und aufs offene Meer hinauszublicken.

Den perfekten, entschleunigten Ausklang fand der Tag schließlich in Perranporth. In einer kleinen, gemütlichen Strandbar direkt am Wasser ließen wir uns nieder, mit gutem Essen und dem Meckern der Möwen im Hintergrund. Ein Tag voller Planänderungen, aber am Ende genau die Sorte Erinnerung, von der man noch lange zehrt.

Wichtige Erkenntnis: Für die Touristen Highlights wie Stonehenge, Minack Theatre oder das Eden Projekt muss man 2-3 Tage im voraus seine Tickets buchen.