Nach den ersten Tagen auf Achse stand heute eine Etappe von gut 2,5 Stunden auf dem Plan. Statt klassischem Sightseeing ging es diesmal um praktische Reisevorbereitung, Durchatmen und das finale Klarmachen für die Überfahrt nach Großbritannien.
Am Ankunftsort hieß es erst einmal aufladen, Pievchen von innen gründlich aufräumen und die Vorräte rigoros durchforsten. Die Einfuhrbestimmungen für die Einreise nach UK sind streng: Rind- und Schafsfleisch dürfen gar nicht mit über den Ärmelkanal, lediglich Hähnchen und Fisch sind erlaubt. Wegen der Schutzmaßnahmen rund um die Maul- und Klauenseuche müssen zudem alle Milchprodukte draußen bleiben. Für uns bedeutete das: Käse, Proteinpulver, Schokolade und sogar Nalas geliebte Zahnsticks mussten vor der Grenze aufgebraucht oder entsorgt werden.
Bevor jedoch etwas im Müll landete, gab es am Nachmittag ein herrliches Picknick auf der Wiese. Dabei kam mein Abschiedsgeschenk aus dem letzten Projekt von Kristina und Eddy aus Litauen zum Einsatz: Der 36 Monate gereifte Džiugas-Hartkäse war absolut genial und hat in Kombination mit frischem, knusprigem französischen Baguette perfekt harmoniert.
Um 18 Uhr durften wir dann unser Zimmer im Le Domaine d’Hélant in Ecquedecques beziehen. Nach den sterilen Kettenhotels der Vortage war dieses Anwesen eine echte Wohltat: Ein idyllisches Chambres d’Hôtes mit eigenem Restaurant, angeschlossener Mikrobrauerei und einem schönen Innenhof mit Brunnen und alten Ziegelmauern. Abseits des Trubels der Großstädte ist es hier herrlich ruhig, sauber und extrem gemütlich – genau die Atmosphäre, die wir so schätzen.
Da das hauseigene Restaurant vor Ort nur von Donnerstag bis Sonntag geöffnet hat, gab es zum Abendessen unsere restlichen Vorräte. So mussten wir vor der Überfahrt weniger wegwerfen und konnten die Vorratsfächer weiter leeren.
Learnings vor der Überfahrt nach UK
- Aktuell dürfen weder Milchprodukte noch die meisten Fleischsorten mit nach Großbritannien eingeführt werden
- Eine Unterlage für den Futternapf unterwegs ist Gold wert (das XXL-Mikrofasertuch von Vileda funktioniert dafür hervorragend)
- Den Eurotunnel so früh wie möglich im Voraus buchen (wir haben One-Way rund 275 Euro gezahlt, weil wir erst fünf Tage vor Abfahrt gebucht hatten)
- Mit Hund unbedingt 90 bis 120 Minuten Puffer vor der gebuchten Abfahrt am Terminal einplanen
- Für den Vierbeiner sind eine gültige Tollwutimpfung sowie eine tierärztlich bestätigte Wurmkur zwingend erforderlich, die zum Einreisezeitpunkt älter als 24 Stunden, aber unter 120 Stunden alt sein muss










